An einem Ort wo Gott und die Welt sich selbst gefunden haben,
da habe ich mich hoffnungslos verloren.
Mir ist kalt.
Das Blut kocht,
rückt, sprudelt und drückt in meinem Schaumstoffballonkopf.
Plaste-Elaste? Nein.
In Schaumstoff geht zuviel nicht rein.
Schaumstoff stellt sich selbst das Bein.
Landet man dann im nassen Matsch
macht es einmal ganz laut „Platsch“.
Schaumstoff ist zwar wasserdicht.
Doch hilft’s dr nassen Fresse leider nicht.
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Gequälte Seele.
Tränen strömen bis der Druck Membranen platzen lässt.
Herzenslast – sanftes Rot aus der Nase tropft.
Schmerz. Schwere Federn.
Schwerelos drängen sie sich in meinem Kopf.
Das Barometer steigt.
Farben helfen nicht- verschmierte Skizzen.
Wo kann man hier fliegen lernen?
Papierflugzeuge schwer beladen
mit trauriger Worte Last versinken im Meer.
Wenn doch aus meinen Händen Flügel würden…
Wenn ich dürfte reiten auf des Adlers Rücken…
…diese Welt zu sehen im Ganzen…
Mein Alltag: ein Damals. Erinnerungen.
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Welche Sprache gibt mit Worte,
das auszusprechen was ich fühle?
Kunst- Alles und Nichts-
Kann nicht mehr zeichnen, malen, kollagieren, formen, kneten, feilen, schnitzen, klingen, singen…
Drei Stunden lang will ich
auf eines Hügels Wiese
tränenüberströmt, verquollener Augen,
mir die Seele aus dem Leib schreien.
Sie soll doch frei sein.
Und ihr, ihr alle werdet mich sehen und diese Sprache trotz Kopfschütteln verstehen.
Fällt dann eine leere Hülle nieder auf’s salzig, feuchte Gras
wird diese wohl professionell abtransportiert werden.
Ein Befreiungsversuch bringt mich ins Labor.
Künstliche Körpersäfte werden hineingepumpt
um dann festzustellen das etwas nicht stimmt mit mir:
Den Leib habt ihr mitgenommen.
Den Glanz der Tropfen, den Hauch in der Lauft vergessen.
So etwas solltet ihr nicht dürfen!
Niemand sollte über solch gemeine Flure schlürfen!
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Im Leben
Nägel mit Nadelfeinen Spitzen kämpfen gegen die Elfe
mit ihrem Kleid aus Kardamom.
Leim verschließt die Türen, verklebt die Flügel.
Ein jeder Schritt schmerzt wie tausend Messerstiche.
Flügel wollen das Fleisch durchbohren, zutage kommen.
Welch eine Kraft hält dagegen?
Umherirren im Zauberwald.
Wo ist nur der Zauber geblieben?
Nichts als stumpfe Bäume füllen den Raum.
Ein kleiner Vogel fliegt gegen die unsichtbare Scheibe.
Heb’ ihn auf. Halt’ ihn warm.
Dicht am Herzen, wo noch Feuer ist.
Aber gibt acht, das du uns bloß den Wald nicht anzündest.
Was bliebe uns?
Asche. Asche?
Und benetzt mit Tränen die so klar sind das die Scheiben brechen
und so schwer das sie alles durchdrängen
würde der Wald frei atmend wieder auferstehen.
Lass dein Feuer frei und reiß die Gitterstäbe nieder!
Dann halten wir uns fest und wen ndie Brunst vorbei,
unsere verbrannte Hülle wie alles eine Schicht aus Asche – Tod- Leben,
dann werden wir fliegen.
Kein Seil, kein Gefängnis, keine Hand wird uns hier halten.
Im Licht wir spielen. Im Leben.
Welch ein Zauberwald.
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Da kommt einer und sticht dir mitten ins Herz.
Herzschmerz.
Eisekalter eiszapfenregen sticht in die Haut.
Ich sehe deine Augen.
Wie groß sie sind.
Vertraute weiten. Regengüsse.
Nebelschleier verbrennen eine Mauer.
Wie kannst du nur?
Hab ich nicht jahrelang mit aller Kraft dich dahinter weggesperrt.
Stein für Stein hat meine Hand zerschnitten.
Ein roter See. Unendlich tief.
Haifischgroße Monsterwesen besessen von unseren Seelen, gekeimt in scharfkantigen Höhlen spucken Lache in die seichte See.
Wellenberge.
Ein Sog zieht das Licht am Fuße, frist e sauf.
Noch ein stumpfes Leuchten – Dunkelheit.
Der, der mit dem gelben Regenmantel hat die Leuchtboje nicht repariert.
Ich laufe durchs Watt.
Die Füße sinken ein.
Schritt für Schritt.
Ohne Spuren zu hinterlassen.
Ein Leuchtturm blendet, will mich haben.
Kaltes Licht, bleiche Gesichter.
Zurück in mich.
Traumwelten, Monster groß wie Berge und der gleißenden Flut zu entkommen.
Wenn ich aufwache werden Möwen um mich kreisen.
Ein Sonnenbrand & Ich. Sandstrand.
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Es war einmal ein Blumenmeer
Ganz und gar menschenleer.
Denn dort wo Blumen blühen
Und in Vielfalt glühen
Braucht man flackernde Herzen
-Holzkohlekerzen-
nicht mehr.
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Ausgerechnet den Hund
Ausgerechnet den Hund hat er ins Wasser geschickt um nachzuschauen ob das eine Leiche ist.
Der arme Hund. Wo soll das hingehen?
Und dann rotweinschmeckender Pergamentstreifen der auch noch die Lippe einschneidet.
Ausgerechnet im Winter, bei dem Regen.
Irgendwie kann man sich den Tod scheinbar immer holen.
Tot. Selber tot.
Und als wäre alles nicht genug surrt es durch die Verbindungen TOD-TODT-TOT- banale Fragestellung.
Zieht man doch in Betracht was in so einer Situation nun mal der Fall ist.
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Also saß Piepchen vor den Katzen und erzählte eifrig „PiepPiepPieep.“
Außerdem erörterte es „ PiehiepPip“ und das gesamte „ZwitscheZwitscher“.
Und als es fertig war: „MIAU!!!!“
Und ward nicht mehr gesehen…
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Seite 23
Auf Seite 23 eine Feder.
Lavendelduft mit einer Prise Vanille.
Schwarze Seiten lichtgefüllt mit Fotomaschinendruckfarbpapier.
Maschinendruckfarbpapierbilder von damals.
Heute eingeklebt.
Druckfarbpapierbilderinnerungen heute gefühlt. Damals gelebt.
Farbpapierbilderinnerungstrauer mich überkam.
Papierbilderinnerungstrauerschauer – ein innerlicher Regenwahn.
Bilderinnerungstrauerschauerschirm aufgespannt.
Erinnerungstrauerschauerschirmrot hat die Wogen verbannt.
Trauerschauerschirmrotlicht den Leib angestrahlt – aufgehellt.
Schauerschirmrotlichtdeckel zugeklappt.
Schirmrotlichtdeckelfront golden bemalt.
Auf Seite 23 eine Feder.
Dazwischen ist alles erinnerungsverstrahlt.
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… mit Pudelmütze
Der Vorhang geht auf und da stehst du.
Danke du.
Du Engel.
Entgelt bezahltes Päckchen.
Das hätte ich nicht gedacht.
Ein entgelt bezahltes Päckchen wird von dir an meine Tür gebracht
Und ich habe aufgemacht.
Fenster auf – Päckchen rein-
Mal ehrlich: Du musst ein Engel sein.
Engel mit Pudelmütze.
Das hätt ich nicht gedacht,
das ich so einem mal die Tür aufmach’.
Hinter dir Sommer:
Pure Farben verschlingen sich und gebären Blumen deren Licht blendet.
Ein Wintergarten – mein ganz persönlicher Midsommerabendtraum.
Es zirpt, einundzwanzig Uhr, noch hell.
Am Strand in Lanke liegt eine Flasche.
Flaschenpost entgelt bezahlt.
Tauch sie ein.
In Süßwassersüßer Gesellschaft verbringt sie die Nacht.
Die ist für dich … du Engel.
Das hätt’st du wohl nicht gedacht?!
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Achtung Zugdurchfahrt
Durchfahrender Zug.
Schranken runter, Blitzlicht. Stehengeblieben und Motor aus.
Hauptbahnhof.
Der Architekt hat’s versaut.
Hat den Schienenverlauf verbaut.
Die Reisezüge stehen angestaut.
Im Gepäckwagen hat jemand aus Koffern ein Bett.
Ich stehe woanders.
Keine Tür führt dorthin.
Sinen Umsteigeplatz den kann ich auch nicht sehn.
Schnell rauschen Stahlriesen vorbei,
ihr Fahrtwind drückt mich an die Wand,
rückt mich wieder vor.
Für einen kurzen Moment bin ich mitgefahren,
aber nur in Gedanken,
quasi um Sprit zu sparen.
Schienen.
Eindeutige Wege von anderen gelenkt.
Für mich ein Labyrinth.
Ich fühl’ mich verlaufen, beengt.
Verirrt im System fester Regeln.
Durchs Sicherheitsloch gefallen
Stolpere ich über die Schienen.
Verstehe sie nicht
und verliere das Gleichgewicht,
falle durch die Sicherheitsleinen.
So viele Züge.
So viele Chancen.
Welche sind die meinen?
Welche die deinen?
Keine Schaffner nur Maschinen.
Keine von ihnen versteht meine ängstlichen Minen.
Wär’ ich ein Vogel, könnt’ ich dann fliegen?
Oder würde ich später
-mein Abdruck an einer Bahnhofsfensterscheibe-
auf dem Boden liegen?
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wunderbare Welten
Leih mir ein Ohr!
Dein Ohr, deine Augen. Meine Erinnerungen sind deine Realität. Lass sie mich aufsaugen. Lass mich ein Köfferchen packen unendlich tief. Und wenn ich dan nwill klettere ich zu euch herein.
Glückliches Beisammensein…
…Abdrehen in der Disco, mit Nachbarn streiten und stets gemeinsam neue Wege beschreiten.
Schädelplatten krachen aneinander wenn wir reisen.
Götter müssen lachen wenn sie uns zusehen während wir speisen.
Deine Sturheit könnt’ man mir servieren: Silbertablett, feinstes Porzellan, eine Prise du,
und die Luft bei der ihr die Tränen in die Augen traten.
Auch ich kann sie jetzt selbst im Schlaf erraten.
Tagsüber ahne ich sie überall,
zu jeder Zeit,
stets zum abwesenden Selbstgespräch bereit.
Schädelplatten krachen aufeinander wenn ich reise.
Sonst hört sie niemand. `s knackt scheinbar sehr leise.
Eine Krabbe im Sand kann man nicht hör’n, nicht seh’n.
An den Klippen stehend: es klackt, es knackt… Geraschel.
Am Strand siehst du keine, doch dort nach dem ersten hundert Krabbenbeine.
Krabbenwatching ein Erinnerungsdomino ohne gleichen.
Hoffentlich wird keine Erinnerung je weichen.
Sie waren gestern. Doch aufgetautes schmeckt ja selten.
Ich, ich fordere sie hier und heute: wunderbare Welten.
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masterplaniziert einfach
Sechstausend Kilometer im Traum gereist.
Augen auf.
Minus Sechstausend Grad.
Das Zimmer stark vereist.
Die Luft um mich klirrt.
Palisaden aus angespitzten Eiszapfen patrouillieren um mein Bett herum.
Da sitze ich nun und suche nach meinem Telefon.
Gestern hab’ ich mich im Vorwahlinformationslabyrinth verlaufen
Und nun versuchen die Blasengeschundenen Gedankenwindungen einen Masterplan zu erstellen.
Das Problem ist klar. Glasklar sogar:
Minus Sechstausend Grad,
gemeingefährliche Eiszapfen
und KEIN Telefon.
(Telefon ohne Vorwahl bringt aber eh nichts.)
Also dann: PLAN A
Wieder einschlafen.
Einfach wegträumen, die Kälte quasi versäumen.
Ist „quasi“ ausreichend um auf 37° Betriebstemperatur zu bleiben?
Wohl eher nicht. Dafür ist die Decke zu dünn.
Mist.
Scheiß Decke.
PLAN B: Brüllen.
Also schreien, ächzen, krächzen.
Mit hohen Tönen die Kälte zerbrechen?
Neee. Eissplitter überall, die würden sich bös an mir rächen.
PLAN C:
Einfach einfrieren lassen.
An was schönes denken und so schöne Gedanken konservieren- einfach einfrieren.
Die nächste Hitzewelle ist sicherlich nicht mehr fern.
Jetzt hab’ ich doch tatsächlich mal den Klimawandel gern.
Oder…
PLAN D:
Ich stehe einfach auf und geh.
Wenn ich schon bei Minus Sechstausend Grad Celsius Pläne schmieden kann,
dann kratzt mich auch das Eis nicht an.
Auf Wasser gehend ohne zu ersaufen wird ich mir ein Himbeerfruchteis kaufen.
Und der Eisverkäufer weiß mit Sicherheit
Auch über internationale Vorwahlsysteme gut bescheid.